Für an Demenz Erkrankte, ihre Freunde, Bekannte und Angehörige gibt
es ein neues Beratungsangebot. Wir kooperieren dazu mit dem Demenzstützpunkt Cuxland. Jeden Montag gibt es künftig in unserer Cafeteria von 8 bis 12 Uhr eine offene Demenzsprechstunde für alle Interessierte. Das Angebot ist kostenfrei, neutral und bedarf keiner Anmeldung.
Der Demenzstützpunkt Cuxland ist im Regionalen Versorgungszentrum (RVZ) in Nordholz angesiedelt, die Leitung obliegt Friederike Baumgärtner. Demenz ist keine eigenständige Krankheit, die nicht nur alte Menschen betrifft. Der Begriff fasst eine Gruppe von Symptomen zusammen, die auftreten, wenn Gehirnzellen nicht mehr richtig arbeiten und das kognitive Vermögen nachlässt. Häufigste und bekannteste Demenzerkrankung ist die Alzheimer-Krankheit. „Wer besorgt ist, findet bei uns ein offenes Ohr. Wir können mehr Zeit spenden, als es vielfach im Alltag von Arztpraxen möglich ist“, erläutert Demenzstützpunktleiterin Baumgärtner – egal ob Anfangsverdacht bei einem selbst oder Sorge um liebe Freunde. Vorsorge sei bei der Beratung ebenso ein Thema, wie auch die häusliche Versorgung, wenn die Krankheit eingetroffen sei. „Wir unterstützen dann dabei, das Zuhause gut auf die Beine zu stellen, damit man dort möglichst lange selbstbestimmt leben kann“, unterstreicht die
Fachfrau. Dazu gehöre immer, diverse Hilfsangebote aufzuzeigen und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Immer wird dabei auf die individuelle Situation der betreffenden Familie geschaut, um zu schauen, welche weiteren Schritte vonnöten sind oder welche Hilfsangebote wahrgenommen werden können und welche Maßnahmen getroffen werden können.
Das Spektrum ist breit. Es reicht von Entlastungsmöglichkeiten für Betroffene oder Angehörige, Hilfsmitteln wie zum Beispiel „Herdwächter“, die den Alltag erleichtern, bis zu Leistungen von Pflegekassen, Notwendigkeiten von Vollmachten oder auch Verweisen auf spezielle Angebote in der Region. „Wir haben eine Lotsenfunktion“, erläutert Friederike Baumgärtnern zur Rolle des Demenzstützpunktes, der gefördert wird durch das Bundesministerium
für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, den Landkreis Cuxhaven und das Regionale Versorgungszentrum Wurster Nordseeküste. Die Mitarbeiterinnen im
Demenzstützpunkt Cuxland bieten Selbsthilfegruppen für Erkrankte sowie Angehörige und
können auf solche Angebote verweisen. (Auszug CVN)