Vortagsthema „Divertikel-Krankheit des Dickdarm“

Zuletzt aktualisiert am 04.09.2021

Der Fachvortrag unseres Chefarztes Dr. Marcus Relitz, Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie – spezielle Viszeralchirurgie, am Dienstag den 07.09.2021 um 19.00 Uhr in der Seelandhalle „Achtern Diek“ befasst sich mit der Divertikel-Krankheit des Dickdarm.

Die Divertikel sind klein birnenförmig und wölben sich an der Darmschleimhaut nach außen durch die Muskelschicht des Darms. Normalerweise sind sie harmlos, können aber auch Beschwerden machen oder zu Komplikationen führen. Dann handelt es sich um die Divertikelkrankheit. Diese können die Lebensqualität durch starke Bauchschmerzen und Verdauungsprobleme beeinträchtigen, so das unter Umständen eine Operation anzuraten ist.

Üblicherweise ist Operation ein minimal-invasiver Eingriff, die sogenannte „Schlüssellochtechnik“. Dabei gilt es allerdings abzuwägen zwischen Leidensdruck – und eventuelle Operationsrisiken aufgrund von Nebenerkrankungen.

Etwa die Hälfte der Menschen über 70 Jahre hat solche Ausstülpungen im Darm. Bei den unter 50-Jährigen ist es nur jeder Zehnte. In bis zu 90% der Fälle entwickeln sich die kleinen Ausstülpungen im vorletzten Abschnitt des Dickdarms (med.: Sigma), auf der linken unteren Bauchseite, da im linken Unterbauch der Dickdarm eine leichte S-Kurve macht. Dieser Abschnitt wird deshalb auch S-Darm (med.: Sigma) genannt. Dass Divertikel hauptsächlich hier entstehen, liegt daran, dass aufgrund der S-Form gerade hier der höchste Druck auf die Darmwand vorliegt.



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